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Tabu – haben alle Hexen mit dem Teufel geschlafen?

Roman von Ferdinand von Schirach

Tabu ist ein Krimi (auch), ein Roman (sicher), in jedem Fall aber eine spannende und auch lehrreiche Lektüre. Es ist die Geschichte eines Fotografen, seiner Kindheit und seiner Kunstwerke. Es ist aber auch Reflexion über Folter, über Schuld, Wahrheit und über die Kindheit eines sensiblen Kindes.

Tabu - Roman von Ferdinand von Schirach

Tabu – Ferdinand von Schirach

Der Plot in aller Kürze: Familie verarmt, Kind wächst nebenbei mit auf, erlebt das Internat, Vater Selbstmord, lernt Fotografieren, macht sich selbstständig, hat Erfolg als Fotograf und Künstler, sucht den Sinn, erlebt Liebe, gerät unter Mordverdacht und kreiert eine große Installation.

Sprachlich ist „Tabu“ sehr dicht. Kurze Sätze, gut zu lesen und reich an Bildern. Von Schirach versteht es mit wenigen Worten Atmosphäre zu schaffen. In der (meiner) Vorstellung sind die Szenen sofort deutlich heraus gekommen.

Mir gefällt es, wenn über eine Story wichtige Fragen der Zeit diskutiert werden. Der Vergleich zur Parabel bei „Nathan der Weise“ ist vielleicht weit her geholt, aber die Passage in der von Schirach die Frage Folter, erlaubt oder nicht erörtert ist brilliant. Der Höhepunkt ist die Frage:

„Glauben Sie, dass alle Hexen mit dem Teufel geschlafen haben?“

Über Folter - Ferdinand von Schirach

Über Folter – Ferdinand von Schirach

Die Geschichte nimmt nach dem Plädoyer des Strafverteidigers eine überraschende Wendung, aber die können Sie ja selber nach lesen. Ich rate sehr dazu.

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SEO Tool: hilf dir selbst, dann hilft dir Seobility.net

Seobility SEO-Tool rules...

Vor 65 Millionen Jahre sind die Dinos ausgestorben (+/- 5 Jahre, Spässle). So ganz genau weiß man nicht was passiert ist, aber sie sind alle eingegangen. Alle? Mindestens 5 sind übrig geblieben: Google, Facebook, Amazon, Apple und Microsoft.

Seobility SEO-Tool rules...

Hilft bei der Optimierung – Seobilty rules…

Wobei mindestens Google in unsere Welt eingebrochen ist wie ein Meteorit. Die noch unbeweglicheren Werbeträger-Dinos wie Verzeichnisse (GelbeSeiten, etc.) haben ihre Bedeutung abgegeben und können nur noch marginal Unterstützung liefern.

Gedankenspiel: Was wäre…

wenn damals kein Meteorit auf die Erde geprallt wäre oder was auch immer da passiert ist. Wären die Viecher noch größer geworden? Wären sie noch stärker gepanzert oder hätten sie noch längere Schwänze entwickelt? Die evolutionäre Aufrüstung der Körper war enorm und es erinnert mich an den Kampf zwischen Google und SEOs. Die Einen wollen auf Biegen und Brechen nach oben und möglichst viel Geld machen. Die Anderen wollen die besten Suchergebnisse liefern und möglichst viel Geld machen. Es geht ums Futter und da wird hoch gerüstet.

Google optimiert ständig

Google bringt immer neue Verfeinerungen und Updates des Algorithmus um den SPAM niedrig zu halten. Die SEOs haben u.a. Onpage-Optimierungs-Tools entwickelt. Und ohne ein solches Tool ist man als Suchmaschinenoptimierer eigentlich verraten und verkauft. Die Tools analysieren die Seite genauer und schneller als man das manuell noch machen könnte. Ich nutze auch eins: Seobilty.net und hier meine Erfahrungen. Bitte beachten: kein Test oder Vergleich mit anderen Tools, nur ein Erfahrungsbericht.

Nach der Anmeldung schickt Seobility einen Crawler und checkt die WebSite. Getestet werden alle wichtigen Parameter: Erreichbarkeit, Geschwindigkeit, Konfiguration von Server uns insbesondere URL. Darüber hinaus alle bekannten SEO-Aspekte. Keywords, Verlinkungen, Anchor-Texte, Überschriften-Struktur und noch viel mehr. Schon an der Stelle bekommt man ein völlig anderes Bild auf die WebSite: die kühle maschinelle datenorientierte Struktur. So oder so ähnlich wird der Google-Algorithmus die WebSite auch sehen und interpretieren.

Thomas Gareis ist das Brain hinter Seobility. Er hat schon vor Jahren an Crawlern gearbeitet mit der Absicht Google besser zu verstehen. Daraus entstand auch sein höchst erfolgreiches Portal WebWiki.de. Der Mann weiß wovon er redet und das merkt man dem Tool an.

Arbeitsweise mit dem Seobility SEO-Tool

  1. Fehlerbereinigung und Umsetzung der maschinellen Verbesserungsvorschläge
  2. Optimierung einzelner Seiten unter Berücksichtigung von Keywords, den aktuellem Rankings und des Wettbewerbs.
  3. Erweiterung der WebSite durch zielgerichtetem Content (Keyword-Recherche, Keyword-Optimierung vor Veröffentlichung, etc.)
Verbesserung des Seobiltiy-Scores wirkt sich aus: Traffic steigt.

Verbesserung des Seobiltiy-Scores wirkt sich aus: Traffic steigt.

Bedient man diese 3 Arbeitsbereiche kontinuierlich ist der Erfolg (bessere Platzierungen, mehr Traffic) nicht aufzuhalten. Und darauf kommt es doch an. Oder etwa nicht? Seobility ist als WebSite SEO Test und Monitoring Tool eine echte Bereicherung und super nützlich, auch wenn es einen hart mit den Realitäten konfrontiert. Besser ist das aber/und: helfen bzw. optimieren muss man schon noch selber.

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Hornet Mini Racing FPV Wing

Ein super kleiner FPV-Racing-Wing. Klein, leicht, wendig, unkritisch und echt schnell.

hornet-mini-fpv-wing

Hornet Mini FPV Wing

  • 2 4-Gramm-Servos (digital, Elevon)
  • 2 2,5-Gramm-Servos (digital, Rudder)
  • TBS Core (stripped)
  • TBS 5.8 Video TX
  • Mini Atom CC3D + LibrePilot
  • Sony HS1177 FPV CAMERA
  • EMAX 1806 2280kV, Propeller 5×4,5
  • 850 mAh Turnigy 3S
  • Hersteller: flyingwings.co.uk
caipirinha-hornet

Größenvergleich: Caipirinha neben Hornet

 

 

Im Baum gelandet: Hornet FPV racer

FPV macht Spaß: manchmal bleibt man “hängen”.

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Fred Vargas – Das Zeichen des Widders

fred-vargas-im-zeichen-des-widders-titelSpannung und Lesevergnügen in einem. Zwei Halbstarke überfallen einen alten Mann und erbeuten eine Tasche mit viel Geld aber auch einigen sehr beunruhigenden Gegenständen. Der alte Mann war kein harmloser Greis sondern eine Art Sektenführer, Voodoo-Meister, auf jeden Fall ein Mann der sich zu wehren weiß. Fred Vargas nimmt einen mit in die Welt der pubertären Sinnsuche, der Abgründe der Psyche und das alles kombiniert mit französischer Mentalität. Kommisar Adamsberg und sein kongenialer Gegenpart Danlard lösen einen Fall der anfangs einfach scheint, dann zur Lösung eines viel schlimmeren Serienverbrechens führt.

Comics sind eine eigene Welt. Ich bin mit Donald Duck aufgewachsen. Bunt, einfache Striche aber sehr professionell gemacht. Diese Zeichnungen sind künstlerisch, eigenwillig, teilweise grob gezeichnet und geben dem Text eine spezielle Note. Nicht mehr in der Vorstellung entstehen die Bilder zu den Figuren, nein, die Zeichnungen determinieren die Erscheinungen. Das ist ein Zwischending in der Reihung Buch – Comic – Film.

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Der Zeichner hat den Charakter Adamsberg – und auch die der anderen Protagonisten – gut getroffen. So hatte ich mir den Kommissar vorgestellt. Mit dem Schauspieler Jean-Hugues Anglade als Adamsberg in den Filmen konnte ich mich nicht so anfreunden. Aber in diesem Buch verleiht der Zeichner Baudoin dem komplizierten Menschen Adamsberg eine Gestalt die für mich sehr stimmig zu den Beschreibungen von Fred Vargas ist.

An die Schrift in Versalien muss man sich gewöhnen, aber ansonsten ist „Das Zeichen des Widders“ ein echter „Vargas“ und ein Muss für alle Krimi-Fans.

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Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker

Warum jetzt diesen Dürrenmatt gelesen? Weil es ein Zufall war. Ein Stapel Bücher, nie wirklich betrachtet. Unscheinbarer Einband, dunkel, schmales Taschenbuch. Ich weiß nicht genau, was meine Aufmerksamkeit erregt hat. Vielleicht der Name Dürrenmatt. Wobei die erste Assotiation „dürr“ und „matt“ war (Spässle). Einmal in die Hand genommen sah ich, dass es eine Schullektüre war, also irgendwann einmal Pflicht für jemanden. Der Richter und sein Henker. Na, da wollte ich es wissen. Vorweg genommen, dieses Büchlein ist weder dürr noch matt sondern eher saftig und stark. Ich möchte sogar sagen: es kann dich weiter bringen, es kann deinen  moralischen Leitplanken stärken und ausrichten.

duerrenmatt-richter-henker-titelEingepackt in eine Detektivgeschichte geht es um Gut und Böse. Es geht um das „benutzen“ von Menschen, es geht um die Frage, ob Verbrechen immer irgendwann (und auch per Zufall) aufgeklärt werden oder ob Verbrechen unerkannt bleiben können. Es geht um eine alte Wette und eine lebenslängliche Verfolgungsjagd. Dieser Horizont erwartet einen auf knapp 120 Seiten. Sprachlich ein Hochgenuss denn unter der Präzision eines Sprachgenies führt einen dieses Buch auch in die Zeit der 50iger Jahre führt. Das Auto wird „geführt“ und nicht gefahren, der Polizist ist ein „Kommisär“ und dann gibt es ganz starke Bilder: „Die Stadt lag da, eine weiße Muschel, das Licht aufsaugend, in ihren, Gassen verschluckend, um es nachts mit tausend Lichtern wieder auszuspeien, ein Ungeheuer, das immer neue Menschen gebar, zersetzte, begrub.“ Beeindruckend und lesenswert.

Es  ist herrlich wie Dürrenmatt den Konflikt zwischen wissenschaftlicher und eher intuitiver Kriminalistik beschreibt. Der alte Kommissar mit seinem Gespür sieht sich der Herausforderung der neuen „amerikanisch“ geprägten Polizeiarbeit gegenüber. Aus heutiger Sicht, durch CSI-geprägt und den Erfolgen der DNA-Analysen bewußt nimmt sich das schon fast altertümlich an. Keine Spurensicherung am Tatort aber gute Eingebungen. Macht nichts. Es ist Fiktion und an diesem Krimi wird der Fortschritt so brutal deutlich.

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Das Buch ist nach wie vor hoch aktuell. Die moralischen Fragen, die Dürrenmatt aufgeworfen und diskutiert hat sind brennender denn je. Flüchtlinge, Umverteilung, Neo-Liberalismus, Privatsphäre um nur ein paar zu nennen. Alle diese Themen bedürfen höchst sorgfältiger Bearbeitung. Diese Themen müssen durch Gehirne wie das von Dürrenmatt gedreht werden um sie zukunftsweisend lösen zu können. Aber auch Gehirne wie die unseren, die an solchen Texten wachsen (können).