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Ideenwettbewerb Hof: 47 000 Einwohner – 47 000 Experten

Die Frankenpost rief im Februar 2019 zu einer Ideensammlung auf “Die Frankenpost sucht Ihre Ideen“. Motto: “47.000 Einwohner – 47.000 Experten”. Na, und als Einwohner der Stadt Hof und damit von der Frankenpost zu einem der 47.000 “Experten” ernannt kann ich ja mithalten (Spässle).

12 Beiträge zum Ideenwettbewerb in Hof


Betreff: 47.000 / ­Wir machen­ Ihnen den Hof - Reviews
Datum: 5. März 2019 um 07:36:36 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

vor einiger Zeit lief die Kampagne: „Wir machen Ihnen den Hof“.
Man könnte daran anknüpfen und eine Qualitätsumfrage machen unter dem Motto „Machen wir Ihnen wirklich den Hof?“…und nach Bewertungen und Feedback fragen. Auf allen Plattformen die so unterwegs sind. Google-MyBusiness, 100%Hof, Trip-Advisor, yelp, etc.

Viele Grüße, H. Hohenberger


Betreff: 47.000 / USPs definieren und zeigen
Datum: 3. März 2019 um 07:54:38 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

Stadtmarketing ist ja nicht nur der „Einzelhandel“. Stadtmarketing könnte nach innen und außen vermitteln warum es sich lohnt hier zu leben. Lebensqualität und Chancen. Hilfreich wäre, wenn das konzeptionell erfasst und dargestellt wäre. Es geht nicht nur um den Einzelhandel und die Innenstadt.

Naherholung: Theresienstein, Untreusee, Fichtelgebirge, Frankenwald, Eisteich
Hohe Kultur: Freiheitshalle Programm, Symphoniker, Theater, Musikschule
Mitmachen & Feiern: Frankenpost-Firmenlauf, Schlappentag, Volksfest, Hinterhofkonzerte, Hoftexplosion, …
Authentizität: Der “Hofer Spaziergänger“ bringt das sehr schön auf den Punkt.
Wohnen: …
Arbeiten: …
Sicherheit: …
Sport: …
Bildung: Hochschule Hof mit Erwachsenenbildung, VHS, die Schulen, etc.
Chancen: Digitales Gründerzentrum Einstein1 (Spässle)

Vielleicht gibt es das ja. Ich sehe es halt nicht 🙂

Grüße, H. Hohenberger


Betreff: 47.000 / Schnitzeljagd
Datum: 27. Februar 2019 um 07:12:58 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

eine Idee zur Förderung von Restaurantbesuchen. So ähnlich wie die Rabattkarten (10x kaufen, 1x umsonst) kann man in den Hofer Restaurants „Schnitzel-Stempel“ auf einer Karte sammeln. Wer über ein Jahr die meisten Schnitzel gegessen und Stempel (von verschiedenen Restaurants) hat, gewinnt was. Geht natürlich auch mit Pizza. Sicher noch nicht ausgefeilt, aber als Anregung.

Viele Grüße, H. Hohenberger


Betreff: 47.000 / Vereine präsentieren sich...
Datum: 6. März 2019 um 09:38:39 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

wird schon immer mal gemacht. Aber es könnten sich Samstags:

  • Laufgruppen
  • Biker
  • Basketballer
  • Fußballer
  • Minigolfer
  • Segelflieger (habe ich schon gesehen)
  • Schachturnier

mit kleinen Parks und Mitmachkursen präsentieren.

Viele Grüße, H. Hohenberger


Betreff: Ideenwettbewerb Hof / Wintergast-Garten
Datum: 23. Februar 2019 um 07:36:19 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

Wintergast-Garten ist eine Art „Biergarten“ mit Sitzmöglichkeiten im Winter. Die Sitze und Bänke sind mit einer Sitzheizung, WLAN und USB-Steckdosen ausgestattet und laden zum Verweilen ein. Das kann in der Nähe eines Café oder Restaurant sein und ggf. mit Gastronomie versorgt werden.

Grüße, Hermann Hohenberger


Betreff: Ideenwettbewerb / Schaufenster bemalen
Datum: 1. März 2019 um 07:13:08 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

die Schaufenster von leer stehenden Geschäften könnten bemalt werden (auch Grafitti, ggf. von den HOFTEXPLOSION-Leuten) . Also nicht Kunst in die Schaufenster stellen, sondern Künstler drauf malen lassen. Mit Farben die wieder ab gehen. Das wäre dann eine echte „Hof-Galerie“ (Spässle).

Viele Grüße, H. Hohenberger


Betreff: 47.000 / Benchmark & Transparenz
Datum: 2. März 2019 um 07:00:54 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

in Zeiten der Digitalisierung ist ein Benchmark der Leistung des Stadtmarketing ja leicht möglich. Ein Quartalsbericht über die Entwicklung der Reichweiten der Marketingaktionen wären wünschenswert und auch wieder Nachricht an sich.

Social-Media-Reichweite
Zugriffe auf die Hof.de von außerhalb der Stadt
Clipping-Service (Erwähnungen der Stadt in den Medien und die Stimmung)

dazu auch Zahlen die die Stadtentwicklung betreffen. Z.B. Übernachtungen, Studierenden-Zahlen, etc. Einpendler, Auspendler, Besucher. (Auch wenn das ggf. nicht so einfach ist).

https://www.statistik.bayern.de/

Viele Grüße, H. Hohenberger


Betreff: 47 000 Einwohner / Finck Sit-In
Datum: 24. Februar 2019 um 08:43:28 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

sicher nicht ganz so einfach zu realisieren 🙂

Aber eigentlich gehört ein Sit-In https://de.wikipedia.org/wiki/Sit-in vor dem Finck (oder anderen länger leer stehenden Immobilien) veranstaltet. Ein paar Künstler, Politiker und Prominente sitzen und demonstrieren. Eigentum verpflichtet doch.

Viele Grüße, H. Hohenberger


Betreff: Ideenwettbewerb / Research systematisieren
Datum: 4. März 2019 um 07:29:02 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

ein Ideenwettbewerb initiiert die Abgabe von Ideen. Und unter diesen Ideen ist sicher eine Idee die beste. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es eine gute Idee ist. Es ist die beste Idee der eingereichten Ideen. Das Internet bietet großartige Möglichkeiten den Markt zu beobachten. Ein Beispiel: Fallbeispiele Stadtmarketing.

https://www.icr-studium.de/files/best-practice-leitfaden.pdf

Das wäre doch auch einmal eine Berichterstattung: Hofer Stadtmarketing im Vergleich. Budgets, Organisation, Events… ich glaube mittlerweile, die machen das gar nicht so schlecht.

Viele Grüße, HH


Betreff: Ideenwettbewerb / Instore-Workshops
Datum: 20. Februar 2019 um 07:48:21 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

mehr Instore-Workshops wie der von “Pfersdorf Das Hofer Sporthaus” das kurzzeiting zur Fitness Arena wird.
https://www.facebook.com/events/562864080856942/

Auch von anderen Branchen: Schmuck, Kosmetik, Lifestyle, Essen & Trinken (Ernährung), Mode, Technik…

Viele Grüße, Hermann Hohenberger


Betreff: 47.000 / StadtLesen
Datum: 26. Februar 2019 um 06:51:29 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

wäre doch auch was für Hof: https://www.stadtlesen.com/

Grüße, H. Hohenberger


Betreff: Ideenwettbewerb Hof / PopUp-Strand 
Datum: 21. Februar 2019 um 06:41:03 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

in einem Bereich der Fußgängerzone könnte man einen Popup-Strand (mit Strandkörben) einrichten. Sicher nur für kurze Zeit und wenn das Wetter passt. Siehe Link.

http://www.russellpreston.com/2012/09/placecraft-the-art-of-shaping-the-built-environment-to-create-value/

Viele Grüße, H. Hohenberger


Betreff: 47.000 / Schaufenster- & Selfie-Wettbewerb
Datum: 22. Februar 2019 um 06:34:53 MEZ
An: hof-lokal@frankenpost.de

Hallo,

wie wäre es mit einem Selfie-Handy-Wettbewerb. „Ich – vor meinem Lieblingsschaufenster“ in Hof.

#einkaufeninhof

Oder Selfie-Wettbewerb: ich in Hof.

#ilikehof

Viele Grüße, H. Hohenberger

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Erhebung von Stephen King – Up up and away

Eine Novelle von Stephen King

Es ist die Geschichte eines Mannes (Scott) am Ende seines Lebenswegs. Er bemerkt dass er immer leichter wird. Aber: er verliert nicht an Gewicht und Körpermasse, er wird einfach immer leichter. Selbst wenn er sich mit Gewichten auf die Waage stellt hat das keinen Einfluß.

Es steht als ein „überirdischer“ Aspekt dem „irdisch menschlichem“ gegenüber und davon lebt die Story. Vielleicht ist dieses „körperlich leichter werden“ eine Anspielung auf unser geistiges und emotionales Leben. Vielleicht ist es einfach besser Dinge „leichter“ zu nehmen und sich über manches Problem zu erheben. Wenn es dann gelingt, Menschen auf ein höheres Niveau mitzuziehen dann kann positive Veränderung eintreten. Jedenfalls schafft das der „leichtere Scott“. Und so hat die Geschichte hat ein Happy-und ein Open-End. Die Gemeinde wird mit dem homosexuellen Ehepaar versöhnt (Happy) und Scott (Open) entschwebt.

Cover: Erhebung, Stephen King

Scott wird einfach leichter und als er erkennt in welche Richtung das geht berechnet er schon einmal den Tag an dem er abheben – oder gehen – wird. Scott konsultiert seinen alten Freund (Arzt) und der akzeptiert das Phänomen (keine medizinischen Präzedenzfälle vorhanden) und begleitet quasi Scott auf seiner Reise in die Leichtigkeit des Seins. Das ist der eine Strang der Geschichte. Der Zweite ist ein – leider noch – ganz alltägliches Problem:

Integration von Ungewohntem,von Fremdem oder Neuem oder sogar von Tabus also Vorurteilen in unseren Gesellschaften. Im Fall von „Erhebung“ geht es um ein lesbisches Ehepaar, das ein Restaurant betreibt und in „Castle Rock“ einer kleinen Gemeinde nicht wirklich ankommt. Und es geht irgendwie um das Sterben und dass man vorher etwas bewegen kann.

Vielleicht erhebt sich jeder über sich hinaus, wenn die Zeit zum Sterben gekommen ist

Stephen King, Erhebung: Seite 142
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Factfulness – Buch mit hohem Erkenntniswert.

„Wer reich ist lebt länger“ – kann man beweisen. „Bildung ist der Trigger um die Bevölkerungsexplosion einzudämmen“. Kann man auch aus Daten erkennen. Wenn man die Daten hat – und wenn man sie richtig darstellen und interpretieren kann.

Factfulness - Buch von Hans Rosling

Factfulness – Buch von Hans Rosling

Das Buch Factfulness besteht aus der Darstellung von Daten und Entwicklungen auf unserer Welt und zeigt Wahrnehmungsprobleme auf sowie Lösungsmöglichkeiten. Daten richtig zu interpretieren ist eine Kunst für sich und der Autor zeigt die Verzerrungsmechanismen auf: von der „Dringlichkeit“ über „Verallgemeinerungen“ zum Problem der „geraden Linie“ erläutert er 10 Aspekte, die die korrekte Wahrnehmung und Interpretation von Tatsachen erschweren. Allein aus der Kenntnis dieser „Instinkte“ erwächst dem Leser ein Gefühl dafür wie man Nachrichten besser einordnen und bewerten kann. „Sehen was (tatsächlich) ist“ – so kann man das Leitmotiv dieses (Lebens-)Werkes beschreiben. Hans Rosling in Aktion:

Hans Rosling erläutert Daten

Hans Rosling erläutert Daten – klicken und Video anschauen.

Factfulness ist eine Mischung aus Sachbuch, Lehrbuch, persönlichen Erlebnisberichten und auch eine Art Lebensbeschreibung von Hans Rosling. Der Autor legt die Erkenntnisse seines Lebens strukturiert vor und untermauert dies oft mit rührenden Beispielen und Anektoten. So erzählt er die Geschichte einer Nonne in Afrika, die auf der einen Seite der Tür ein Poster des Papstes hat, auf der Rückseite ein Werbeplakat für Kondome.

Ein Buch für alle. Denn da wir alle täglich mit Informationen aus den (sozialen) Medien konfrontiert werden brauchen wir Filter und Maßstäbe wie wir gute Informationen bekommen. Und gute Informationen beruhen auf verläßlichen Daten. Besonders gilt dies aber für Entscheider.

Hans Rosling hat Datenquellen recherchiert und er hat insbesondere eine Art der Datenaufbereitung erfunden, die auch langsam stattfindende Veränderungen sicht- und verstehbar macht. Wir sind gut darin schnelle Veränderungen zu erkennen und kurzfristige Risiken abzuschätzen. Unser Gehirn ist aber offenbar nicht so gut darin langfristige Veränderungen richtig zu interpretieren. Rosling präsentiert gerade langfristige Veränderungen (Bevölkerungswachstum, Lebenserwartung, Armut, Kindersterblichkeit) sehr eindrücklich mit bewegten Zeitrafferdiagrammen. Ein umfangreiches Portfolio mit Präsentationen und Datendarstellungen findet man auf gapminder.org

Darüber hinaus hat er dem Leser durch die Benennung der Verzerrungs-Instinkte in unserem Gehirn eine Leitplanke gegeben mit der Nachrichten und Fakten gut eingeordnet und strukturiert hinterfragt werden können. Uns so ergibt sich daraus die Chance Daten emotionslos zu interpretieren. Und siehe da, die Welt stellt sich weniger „furchtbar“ dar als es uns die täglichen Schlagzeilen vermitteln. Das Leben kann ein wenig „leichter“ werden.

In seinen TED-Vorträgen hat Rosling Millionen von Menschen erreicht und deren Weltbild verändert. Je mehr Menschen auf Daten gestützte Entscheidungen treffen, desto besser für uns alle. Gerade in Zeiten der „Fakenews“ und einer immer ausgefeilteren „Manipulationsindustrie“ brauchen wir Sachverstand und Daten. Dazu hat die Arbeit von Hans Rosling beigetragen und das Buch tut es auch. Hans Rosling ist im Februar 2017 verstorben, unvergessen aber seine Vorträge:

Hans Rosling - TED Talk

Hans Rosling – TED Talk – klicken und anschauen!

Eine wichtige Erkenntnis für mich aus diesem Buch: man muss sich wappnen. Die Dinge sind nicht so offensichtlich und oft auch nicht so dringlich wie sie in den Medien dargestellt werden. Die Tagesschau ist immer 15 Minuten lang. Egal was auf der Welt passiert. Und wenn einmal nichts „Großes“ passiert, dann gibt es halt einen Bericht über einen Busunfall in irgend einem abgelegenen Teil der Welt. 15 Minuten Aufregung, Sensation und Drama ist immer. Aber: ist es immer relevant?! Die wirklich wichtigen Entwicklungen scheinen langsamer und ohne Sensation vor sich zu gehen. Also: Vorsicht bei Drama, Konzentration und genaue, Verzerrungen ausschließende Betrachtung der wichtigen Fragen. Dann erst entscheiden. Das Buch Factfulness ist eine große Hilfe dabei. Wegen der Daten und auch wegen der Enthüllung der „Instinkte“.

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Waldsteinnebel – Ein Fichtelgebirgskrimi

Roman von Adrian Roßner

Waldsteinnebel ist ein klassischer Regionalkrimi und der erste der am westlichen Rand des Fichtelgebirges spielt. Aber dieses Buch ist nicht nur ein mit Dialekt eingefärbter Krimi, sondern auch ein fundierter Blick in die Geschichte einer Region. Man bekommt Unterhaltung durch die Story, die humorvolle Darstellung des Dialekts und obendrein einen Einblick in finstere Kapitel früherer Zeiten.

Waldsteinnebel Titel

Waldsteinnebel – schaurig schöne Geschichte aus Zell

Ein Lehrer wird aus Hamburg nach Münchberg versetzt und erlebt schon während der Anreise sein blaues Wunder – sowohl sprachlich durch die Zugbegleiterin:

“Sie senn do in Frangn – Bayern fängd erscht hinderder Donau oo”,

als auch im Erleben der Umgebung:

“Der Münchberger Bahnhof war keineswegs die moderne Halle… sondern ein, wenngleich architektonisch schönes, rosa gestrichenes Gebäude, von dem an jeder Ecke der Putz nicht abblätterte, sondern in großen Platten hinunter fiel.”

In Münchberg verliebt sich der Protagonist (Ralf Benz) während einer historischen Führung in eine Lehrerin (Susi), die ihn in ihr Elternhaus in Zell einquartiert. Dort hat Ralf Benz einen durch die historische Umgebung induzierten, intensiven Traum, der ihn sehr mitnimmt. Um sein seelisches Gleichgewicht wieder herzustellen recherchiert er und findet sich plötzlich in einem Familiendrama das sich bis in die heutige Zeit hinein zieht.

Das Rote Roß in Zell - Herberge von Ralf Benz

Das Rote Roß in Zell – Herberge von Ralf Benz

Während seiner Nachforschungen gerät er immer wieder mit Originalen aus dem lieblichen Ort Zell in Kontakt. Er erlebt die wunderbaren Eigenheiten von Land und Leuten, also dieser einzigartigen Community am Fuße des Waldstein kennen. Im Wirtshaus z.B. bekommt er Tipps garniert mit oberfränkischer Lebensweisheit:

“Iich hob scho immer dor geglabbd, dass des irgendwann ammoll bassiern werd. Solche Sünden straft der Herrgott entweder gleich, odder er lässt die menschen nuch awengala schmorn”.

Zell im August 2017 - ruhig - an der Oberfläche :-)

Zell im August 2017 – ruhig – an der Oberfläche 🙂

Waldsteinnebel ist gute Unterhaltung mit stark regionalhistorischen Bezügen. Amüsant, lehrreich und gut verständlich für Insider (oder Einwohner, wenn nicht Eingeborene). Die Lovestory zwischen Ralf und Susi könnte etwas mehr Kontur haben, aber das ist natürlich Geschmacksache. Ich bin sehr gespannt, ob der Sherlock von Zell noch weitere Fälle lösen wird. Den würde ich mir dann auch kaufen – und lesen 🙂 Danke für die gute Zeit im Leseland – Adrian Roßner.

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Tabu – haben alle Hexen mit dem Teufel geschlafen?

Roman von Ferdinand von Schirach

Tabu ist ein Krimi (auch), ein Roman (sicher), in jedem Fall aber eine spannende und auch lehrreiche Lektüre. Es ist die Geschichte eines Fotografen, seiner Kindheit und seiner Kunstwerke. Es ist aber auch Reflexion über Folter, über Schuld, Wahrheit und über die Kindheit eines sensiblen Kindes.

Tabu - Roman von Ferdinand von Schirach

Tabu – Ferdinand von Schirach

Der Plot in aller Kürze: Familie verarmt, Kind wächst nebenbei mit auf, erlebt das Internat, Vater Selbstmord, lernt Fotografieren, macht sich selbstständig, hat Erfolg als Fotograf und Künstler, sucht den Sinn, erlebt Liebe, gerät unter Mordverdacht und kreiert eine große Installation.

Sprachlich ist „Tabu“ sehr dicht. Kurze Sätze, gut zu lesen und reich an Bildern. Von Schirach versteht es mit wenigen Worten Atmosphäre zu schaffen. In der (meiner) Vorstellung sind die Szenen sofort deutlich heraus gekommen.

Mir gefällt es, wenn über eine Story wichtige Fragen der Zeit diskutiert werden. Der Vergleich zur Parabel bei „Nathan der Weise“ ist vielleicht weit her geholt, aber die Passage in der von Schirach die Frage Folter, erlaubt oder nicht erörtert ist brilliant. Der Höhepunkt ist die Frage:

„Glauben Sie, dass alle Hexen mit dem Teufel geschlafen haben?“

Über Folter - Ferdinand von Schirach

Über Folter – Ferdinand von Schirach

Die Geschichte nimmt nach dem Plädoyer des Strafverteidigers eine überraschende Wendung, aber die können Sie ja selber nach lesen. Ich rate sehr dazu.