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Billy Summers: Auftragsmord mit Tiefgang

Ein Krimi von Stephen King

Traumatische Erlebnisse in der Kindheit von Billy Summers, traumatische Erlebnisse während des Irak-Krieges, traumatische Erlebnisse bei einem Gang-Bang… und die langsam erzählte Geschichte eines Auftragsmorden. Es ist schon erstaunlich wie viele Ereignisse Stephen King in einem Buch miteinander kombinieren kann. Natürlich darf auch eine Assoziation zu „Shining“ und dem Hotel nicht fehlen. Wenn man mit dem Werk vom Meister vertraut ist, dann bringen diese Einsprengsel einen zusätzlichen Schauer und Tiefgang.

Billy Summers: Krimi von Stephen King

Billy Summers: Krimi von Stephen King

Der Plot: Billy Summers, ein Kriegsveteran hält sich mit Auftragsmorden über Wasser. Er liest. Literatur und Comics. Durch einen Auftrag mit langer Vorbereitungszeit und Tarnung als Schriftsteller kommt er zum Schreiben. Er arbeitet seine Biografie auf. Als Kind im Trailer, als Teenager im Heim, als Marine im Irak…

Die Geschichte nimmt einen ruhigen, sich stetig verdichteten Anlauf. Man wird mitgenommen in verschiedene Schichten der amerikanischen Gesellschaft: von den Suburb-Bewohnern zu den Mafia-Reichen in Villen, den Aufstrebenden in Wohnungen in verlassenen Stadtteilen und der arbeitende Klasse in halb leer stehende Bürogebäude. Besonders eindrucksvoll die Schilderung eines Inkassomitarbeiters wie er die Leute unter Druck setzt:

„Ma’am, egal wen Sie sonst eingeseift haben, ich bin immun dagegen. Sie haben sämtliche Fristen verstreichen lassen. Wollen Sie ihren Wagen behalten oder nicht? … Da können Sie schluchzen wie sie wollen, dagegen bin ich ebenfalls immun. Ich will…“

Der Auftrag wird schließlich von Billy Summers ausgeführt und er flüchtet. Jetzt beginnt sein Leben richtig durcheinander zu kommen. Sein Fluchtplan droht zu scheitern.

„ …doch auf dem Trampelpfad des Lebens stößt man auf allerhand unerwartete Biegungen und Wendungen.“

Ein lesenswertes Buch: spannend, mit Bezügen zum aktuellen Weltgeschehen und einer Diskussion über den Wert von Menschen. Sind die nun gut oder schlecht und woran macht man das fest?

Sind wir nicht alle ein bisschen gutschlecht? Nach der Lektüre ist man ein bissle schlauer.

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