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Empfehlungsmarketing auf der Kippe!

Fake-Reviews, SPAM-Reviews, geschönte Bewertungen: Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit: wann betreibt die Gastronomie und Hotellerie SEO mit Bewertungen. Und in diesem Zusammenhang sagt eine von den Ober Trip-Advisors* doch glatt:

Fake review‘ firms are not an issue. (Alison Copus, TripAdvisor vice president of marketing for Europe)

Aha, man lasse ein Wörtchen „not“ weg und man weiß was Sache ist: Fake-Bewertungen sind ein Thema. Die Gute sagt weiter:

the integrity of its reviews was protected through a screening process

Ah ja, alles klar. Ist doch auch irgendwie normal: wir wissen alle, dass tausende Accounts bei Mister-Wong und den anderen Bookmark-Diensten nur und ausschließlich aus SEO-Gründen angelegt und gepflegt werden. Es gibt Firmen, die legen Accounts für € 2,50/Stück an. Viele Blogs existieren nur wegen der Backlinks und auch viele Texte werden nur noch aus SEO-Motivation heraus getextet und publiziert. Und warum soll das bei Bewertungen anders sein?

Mittlerweile ist auch klar: Internet ist Flunkernet. Der Hightech-Verband Bitkom bestätigt jetzt mit einer Forsa-Umfrage: flunkern im Internet ist normal.

Jeder vierte Internetbesucher ab 14 Jahren hat im Web schon einmal die Unwahrheit gesagt und falsche Angaben zur eigenen Person gemacht. Das entspricht 23 % der Befragten und hochgerechnet 12 Millionen Deutschen. Liebste Flunkerobjekte der Bundesbürger sind dabei Name und Alter, dicht gefolgt von der Telefonnummer und E-Mailadresse. Überraschendes Ergebnis der Umfrage: Immerhin 14 % der User machen außerdem auch Falschangaben zu ihrem Geschlecht.

Und was soll man davon halten? Was bedeutet das? Achtung: meine Gedanken (ehrlich, nur mit minimalen SEO-Hinter(grund)gedanken):

  • Bewertungen werden an Bedeutung gewinnen und an Glaubwürdigkeit verlieren. Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden alle geschönte Reviews und Bewertungen machen, oder machen lassen. Wenn das einmal losgetreten ist, dann werden sich alle beteiligen – müssen (Buzzword: Black Hat Reviews).
  • Das Internet wird an Glaubwürdigkeit verlieren. Das wird auch irgendwie Zeit, dass man das alles nicht mehr so ernst nimmt was da so geschrieben und gepostet wird (…sagt jedenfalls John Salesman).
  • Bewertungs-Bewertungen werden kommen. Systeme wie www.trustyou.com, eine Suchmaschine für Hotelbewertungen. Bei denen wird aus vielen Bewertungen eine Metabewertung erzeugt. Diese Services können bei dem Dilemma behilflich sein. Wenn dort auch noch SPAM-Filter eingebaut werden und/oder Muster erkannt werden können, dann kann diese Gesamtbewertung wieder hilfreich sein.
  • Social Media wird an Bedeutung gewinnen. Wer über ein gutes Netzwerk verfügt, kann sich von seinen Freunden Tipps und Bewertungen geben lassen (word of mouth). Hoffentlich schauen die Freunde dann aber nicht auf Bewertungsseiten nach 😉 (*) Realtime-Bewertungen werden an Bedeutung gewinnen. Also Systeme, bei denen ich über mein Netzwerk hinaus gehen kann und in eine „Wolke“ einer „Crowd“ eine Frage stellen kann: kennt jemand das Hotel Palmbeach-SPA?

Wie seht Ihr das? Oder habt Ihr zu meinen Gedanken eine Bewertung?

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