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Medikament (Radio)Werbung: Bei Risiken…

… und Nebenwirkungen lesen Sie diesen Artikel oder fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker und/oder mich. (Spässle)

“Können Sie mir garantieren, dass ich mit diesem (Radio)Werbeeinsatz bei Ihrem Sender auch mehr Umsatz mache und sich das für mich rechnet?” Solche oder so ähnliche Aussagen kommen manchmal von Werbetreibenden.

Garantieren können Sie das natürlich nicht. Sie können Ihr Bestes zu geben, all Ihr Wissen und Erfahrung mit Werbung einbringen, aber eine Garantie?

Interessant dabei ist, dass wir in vielen Bereichen unseres Lebens mit Produkten zu tun haben, von den wir glauben, dass wir eine Wirkungsgarantie hätten. Wirkung scheint garantiert, Nebenwirkungen aber auch:

“Nach einer jetzt veröffentlichten Untersuchung der Boston University School of Medicine sterben jährlich 16.500 Amerikaner an Magenblutungen, die durch Aspirin und ähnliche Schmerzmittel verursacht werden, in 170.000 Fällen kommt es zu schwerwiegenden Magenschäden. Somit gehören Aspirin-Nebenwirkungen zu den 15 häufigsten Todesarten in den USA, die Zahl der Todesfälle ist ebenso hoch wie die der AIDS-Epidemie (16.685 HIV-Tote 1997). Jahr für Jahr müssen 100.000 Betroffene stationär behandelt werden, wobei Kosten von 2 Mrd. US Dollar entstehen. Trotzdem geht der rezeptfreie Verkauf weiter – allein in den USA gehen jährlich 30 Milliarden Tabletten über die Ladentheken.” (Quelle: New England Journal of Medicine, 03/1999)

(Radio)Werbung ist viel gesünder. Insbesondere wenn gute Mediaberater sich auf ihre Kunden einstellen, nahe dran sind, dafür sorgen, dass die “Chemie” stimmt, gute Briefinggespräche führen, zielführende Konzepte vorschlagen und dann noch helfen, dass die Kunden sich auch entscheiden können.

Wie würden Sie sich dann entscheiden: für Radiowerbung? Oder etwa für Aspirin?

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Mini-Ellipse von Euromodell

Die Mini-Ellipse von Euromodell ist für mich der Überflieger. Mit einem Hacker A20-12XL, 2.300 mAh Lipo geht das Modell quasi senkrecht und ist nach 10-15 Sekunden an der Sichtgrenze. Der Flieger ist immer zusammengebaut, steckt in Flächenschutztaschen und ist ruck-zuck in der Luft. Und eine Stunde Flugzeit (und mehr) ist fast immer drin.

Erstflug: Januar 2008. Servos: 4x Futaba S3153 Nano Digital. die sind sehr schnell und präzise.

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Bewertungs-/Empfehlungsmarketing: die Welt…

… hat sich weiter gedreht! Sagt nicht nur Roland der Revolvermann (aus Stephen King’s Saga vom Dunklen Turm).

Im Augenblick dreht sich die Welt der Werbung in einen – wie ich meine – fabelhaften Paradigmenwechsel: Bis heute haben Werbetreibende unglaublich viel unternommen (und tun es immer noch) um ihr Image, ihre Marke in unseren Köpfen wertig zu machen. Und es funktioniert. Denken Sie jetzt nur nicht an rote Formel 1 – Autos, oder “mhmhmh-Silberpfeile” oder an Energydrinks. Sie wissen, was ich meine.

Das Internet hat die Welt weiter gedreht. Bewertungen, Empfehlungen, Feedbacks sind die Zauberworte des zeitgemäßen Marketings. Immer mehr Plattformen und WebSites bieten dieses WEB 2.0-Feature an und geben damit Verbrauchern ein “Schwarzes Brett”. Damit werden echte Erfahrungen mit Produkten und Dienstleistungen publik – werden öffentlich! Ob anonym oder mit tatsächlichem Namen; nicht mehr der Werbetreibende bestimmt das Bild das wir von ihm haben, sondern die Verbraucher (WIR) legen es fest. Erfahrung determiniert Image.

Natürlich liegen darin Gefahren und Herausforderungen: Es gibt Leute, die wollen kein Feedback und/oder können damit nicht umgehen. Oder: können wir den anonymen Bewertungen im Internet trauen? Was ist, wenn geschönte Bewertungen industriell gefertigt werden und auf uns herniederprasseln? Wir werden sehen (Roland der Revolvermann nennt sowas eine “Schwachstelle”).

Eines ist aber sicher: Empfehlungen und Bewertungen (Mundpropaganda) hatten schon immer eine wichtige Rolle. Mit der Reichweite des Internets bekommen sie breite Öffentlichkeit und damit Wucht und Kraft.  Und das bleibt so, das geht nie mehr weg! Besser wir gewöhnen uns daran.

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Klimaanlage aus, es muffelt.

Hallo Hartmut Mehdorn,

es muffelt im IRE von Nürnberg nach Dresden (20.06.2008, 16:43). Das liegt an der Klimaanlage. Die geht nicht gescheit (Entweder kaputt – oder: geht nur, wenn der Zug langsam fährt, oder so).

Und es scheint die Sonne und es hat 29 Grad. Können Sie sich vorstellen, wie sich das auf die in Knobelbecher eingepackten Füße von jungen Soldaten auswirkt? Ich kann Ihnen sagen, wie sich das auf das Wohlbefinden der etwa 70jährigen Dame links neben mir auswirkt.

Schön ist das nicht, Herr Mehdorn. – Nein, man kann die Fenster nicht öffnen und der Schaffner ist im anderen Triebwagen. Schöner Mist.

Ob Sie das ändern lassen könnten. S’würde das Betriebsergebnis verbessern – mittelfristig.

Grüße aus der Realität in den Elfenbeinturm, Ihr

Hermann Hohenberger

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… wegen verspäteter Ankunft im Bahnhof haben wir Verspätung.

Offener Brief an Hartmut Mehdorn, Bahnchef.

Hallo Hartmut Mehdorn,

ich muss Ihnen schnell von einem Ihrer Schaffner berichten, der großes rhethorisches Talent hat. Die Ansage war: “… wegen verspäteter Ankunft im Bahnhof hat unser Zug leider 7 Minuten Verspätung”.  (Regionalexpress von Hof nach Nürnberg, 16.06.2008, 6:30 ab Hof).  Aber ansonsten ist das ein wirklich guter Mann. Sehr freundlich.

Mich würde nur interessieren, wer Ihren Leuten solchen Schwachsinn beibringt. Da gibt es noch so ein paar Formuliereungen, die mir in letzter Zeit begegnet sind, zwei Beispiele: “…wegen Gleisbelegung können wir nicht in den Bahnhof einfahren” und  “wegen Störungen im Betriebsablauf kommt es zu Verzögerungen”. Euer Spiel heißt: Wirkung mit Wirkung begründen. Das ist unfaire Rhethorik und Dummpulver zur Ruhigstellung von Fahrgästen.

Einfacher und ehrlicher wäre die Wahrheit: “Wegen uns haben wir Verspätung… oder: “Wegen Beförderung von Fahrgästen kam es leider zu Verzögerungen bei der Ankunft im Bahnhof…” Oder auch: “wegen intensiver und vorausschauender Arbeit kam es zu unvorhergesehenen Verspätungen…”. (Bitte sehen Sie mir den Sarkasmus nach, aber ich bin grad unterwegs von Bamberg nach Hof, es ist 22:28 Uhr und wir haben schlappe 20 Minuten Verspätung… wegen einer Störung im Betriebsablauf)

Ich hätte das gar nicht aufgeschrieben, wenn ich nicht am gleichen Tag in der WELT ( 16.06.2008 ) gelesen hätte, dass Sie, Herr Mehdorn, in Napoleon ein Vorbild sehen und wohl sagten: “Ich bin sicher, er wäre ein hervorragender Bahnchef gewesen”. Nur dass sich jetzt nicht etwas in Ihrem Kopf festzurrt: Die Bahnangestellten sind keine Soldaten und die Fahrgäste nicht die Feinde… manchmal habe ich den Eindruck, wir wären die Feinde, die Fahrgäste, sie wissen schon, das sind die, die auch Geld geben. Und es muss auch nichts erobert werden, höchstens die Herzen der Fahrgäste. Ob Sie das verstehen können? Ach, könnten Sie doch mit Napoleon sprechen, der wußte wenigstens die Herzen seiner Soldaten für sich zu gewinnen.

Mit freundlichen Grüßen

H.  Hohenberger