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Vom Dämmern und vom Wissen!

Morgendämmerung, Februar 2009, bei Neuhaus/Obrf.

Ich grüble schon länger über „was nehmen die Leute aus Schulungen und Seminaren mit“?! Ob die Teilnehmer etwas lernen? Ob sie etwas anders, vielleicht sogar besser machen? Ob die vielleicht nur so tun als ob sie etwas mitnehmen und froh sind, wenn die Nummer vorbei ist?

Als Oberfranke, im ehemaligen Grenzland aufgewachsen, und nun im selbsternannten Niemandsland (=Fördergefälle) zwischen alten und neuen Bundesländern lebend, also einem Menschenschlag angehörend, der sehr zum Selbstzweifel und auch zur Meditation (= a weng bleed schaua) neigt, habe ich mich sehr über Khalil Gibran gefreut. Der schrieb – wahrscheinlich schwer besoffen – diese wunderbaren Sätze:

Niemand kann euch etwas eröffnen, das nicht schon im Dämmern eures Wissens schlummert. Der Lehrer, der zwischen seinen Jüngern im Schatten des Tempels umhergeht, gibt nicht von seiner Weisheit, sondern eher von seinem Glauben und seiner Liebe.*

Das gibt mir zu denken und bin fester denn je davon überzeugt, dass es erlaubt und wichtig ist, andere zu wecken. Auch wenn die dadurch aus bunten Träumen gerissen werden. Wenn das gelingt, kann sich Wissen aus der Dämmerung befreien und Wirkung erzielen. Dem fühle ich mich verpflichtet. Glücklicherweise gibt es ja sogar Radiowecker… und Khalil Gibran, den ich Ihnen sehr ans Herz lege.

 *Aus „Der Prophet“ von Khalil Gibran (arabischer Philosoph).

1 Kommentar

  1. Also Herr Hohenberger….bitte….ob wir etwas aus den Schulungen und Seminaren mitgenommen haben?
    Und ob!!! Und zwar eine ganze Menge. Nicht nur in fachlicher Hinsicht sondern auch auf menschlicher Ebene habe ich noch heute viele Ihrer Aussagen und Denkanstöße im Kopf. Die wenigen Schulungen von Ihnen, die ich miterleben durfte haben meinen Umgang mit den Menschen – ich behaupte positiv – beeinflußt……

    Also nicht verzagen…..weitermachen!!!!

    Lg, Sylvia Buttkus

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