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JIM-Studie 2010 – Fakten und Interpretation

Hoch interessante Erkenntnisse liefert „JIM 2010, Jugend, Information, (Multi-)Media, Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland“ herausgegeben vom Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest.“ (Jim Studie 2010 Download)

Hier meine Highlights aus dieser Studie und ein paar persönliche Schlussfolgerungen und Gedanken dazu.

Handy Vollbestand

97% der Jugendlichen zwischen 12 und 19-Jährigen haben ein Handy, also jeder. 23% hat ein Smartphone und 14% ein Smartphone mit erweiterten Möglichkeiten (Apps).

  • Hier kommt eine Generation, die mit mobiler Kommunikation aufwächst. Mobil ist normal. Nichts Besonderes mehr. Das Smartphone wird das zentrale Gerät, auch wenn die Nutzung mit 90% SMS und Telefonieren noch weit vor Internet-Surfen liegt. SMS und telefonieren wird weiterhin stark bleiben. „Internet to go“ wird kommen.

Jim Studie 2010: Jugend im InternetBildung und Herkunft beeinflusst Ausstattung

Fernseher, Spielkonsolen, DVD-Rekorder und DVD-Player findet man häufiger bei Jugendlichen mit geringerem Bildungshintergrund. Jugendlichen mit formal höherer Bildung haben eher Computer, eigenen Internetanschluss und Digitalkamera.

  • Wundert das jemanden? Digital Divide lässt grüßen und hier liegt eine große Gefahr. Schlau wird schlauer, dumm bleibt stehen…

Handy ist meist genutztes Medium

Das Handy ist das mit Abstand am häufigsten täglich verwendete Medium. Und neun von zehn Handybesitzern haben einen MP3-Player und 84 Prozent ein Radio im Handy integriert.

  • Gelernt wird die Nutzung des Handy als Universalgerät. Mehrerer Anwendungen auf einem Device sind nicht mehr nur denkbar, es wird auch als normal empfunden.

Bücher weiterhin wichtig

Seit 10 Jahren ist das Interesse bei Jugendlichen an Büchern gleichbleibend hoch. 38% lesen regelmäßig.

  • Das finde ich erstaunlich und gleichzeitig ermutigend. Etablierte Medien haben eine konstanten Reiz. Weil sie eben auch spezifische Vorteile haben.

Internetnutzung steigt

138 Minuten am Tag sind die Jugendlichen im Durchschnitt am Tag online. Allerdings ist die mobile Online-Nutzung im Alltag noch nicht stark. Lediglich drei Prozent geben an, täglich bzw. mehrmals pro Woche von unterwegs aus online zu gehen.

  • Meine These. Das wird sich ändern. Je mehr Smartphones kommen, je mehr Flatrates angeboten werden desto besser die Nutzung.

Kommunikation untereinander ist es

Das Gespräch unter- und übereinander ist das zentrale Element der Internetnutzung Jugendlicher. Hauptsächlich in Online-Communities wie schülerVZ oder Facebook. 70% nutzen solche Dienste regelmäßig (täglich/mehrmals pro Woche) diese Plattformen. Populär sind aber auch Instant-Messenger (63%). 71 Prozent suchen mindestens mehrmals pro Woche ihre Online-Community auf entsprechende Plattformen im Internet auf, Mädchen mehr als Jungen.

  • Die kommende Generation lebt zu einem Stück weit in und mit der Online-Community, das gehört mittlerweile ganz selbstverständlich zum Alltag. Und diese Entwicklung wird Auswirkungen auf die Bedeutung von Suchmaschinen in ihrer heutigen Ausprägung haben. Und natürlich auch auf SEO und SEM.

Stöbern in Personen-Profilen macht Spaß

60% der Jugendlichen geben an, dass das Stöbern in Social Communities als unterhaltsame Tätigkeit empfunden wird.

  • Personensuchmaschine und Meta-Profil-Auskunftsdienste werden an Bedeutung gewinnen.

Suchmaschinen sind wichtig

79 Prozent der Jugendlichen gehen mindestens mehrmals pro Woche auf eine Suchmaschine wie Google, Bing, suchen.de oder Yahoo auf der Suche nach Information.

  • Suche nach Information ist ein grundlegendes Bedürfnis. Hier gibt es immer etwas zu tun.

Mobile, Community, Information über Menschen – das sind meine Trends aus der Studie. Und Eure?

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