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Der Werbeanhänger: abgehängt?

Nimm einen Anhänger, schreib deinen Namen und Adresse drauf und stell ihn an den Straßenrand, wechsle von Zeit zu Zeit den Ort.

Das Konzept ist simpel, billig, wenig aufwändig und funktioniert scheinbar immer noch. Auf jeden Fall sieht man diese Werbeanhänger (noch) sehr häufig.

Wenn da nicht Sie und ich, Ihre Lebenspartner und Kinder, die Verbraucher wären. Die meisten von uns nehmen nicht einfach den Telefonhörer in die Hand und rufen dort an.

Heute können diese Anhänger, wie vielleicht die meisten Offline-Medien, doch nur noch eine „Initialzündung“, ein Stimulus sein. „Umzug? Genau, da war doch was…“ und ab dann surfen Konsumenten im Internet. Grob vereinfacht folgt der „Einkaufsprozess“ diesem Schema.

Mittlerweile macht das fast jeder Zweite. Mehrere Studien belegen dies. In den USA recherchieren 44% der Zeitungsleser die Produkte im Internet, nachdem sie die Anzeige in der Zeitung gelesen haben (google-study 12/07). Hier kann man auch getrost den Erfahrungen im eigenen Umfeld, oder dem eigenen Verhalten trauen.

Unter diesen Aspekten ist es ganz wichtig und auch eine riesige Chance, Werbung verbraucherorientiert zu organisieren. Das Internet, dort wo „gesucht“ und „verglichen“ wird, ist unglaublich fragmentiert. Besonders der lokale Bereich ist sehr unübersichtlich. Der Konsument muss und will „begleitet“ werden und zwar durch den gesamten Prozess. Vom ersten Stimulus bis hin zum Einkauf.

Und das ist die Aufgabe der Zukunft: Konsumenten beim Kaufprozess begleiten und leiten. Ihm einen Rahmen bieten, ein lokales „Framework“ in dem er gute Produkte, Dienstleistungen und die entsprechenden Qellen finden kann.

Für Werbetreibende wird es auch nicht mehr genügen, ein Schild an die Straße zu stellen. Nach dem Schild muss eine Einladung kommen, dann eine Produktinfo, eine (Weg)Beschreibung zum Einkauf…

Und dann kann es durchaus Sinn machen, einen Werbeanhänger an die Straße zu stellen. Auch wenn mir persönlich die Dinger überhaupt nicht gefallen 😉

2 Kommentare

  1. Pingback: Das Guerilla-Fahrrad « Entschuldigung - darf ich auch mal was sagen?

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