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Bombensache: Empfehlungsmarketing by Mafia

Ich hatte einen merkwürdigen Traum. Mir träumte, auf meinem Tisch läge ein Mailing, adressiert an Mafia-AG, Geschäftsführung, Camorra-Town. Der Brief versprach:

„Mehr Gewinn durch weniger Kosten und glückliche Kunden! Keine Brutalitäten, kein Blutvergießen, keine zerstörten Restauranteinrichtungen mehr. Wir sparen Ihren Außendienst ein und Ihre Kunden werden gerne Schutzgeld zahlen. Denn wir sorgen für das nötige Verständnis. Aus der virtuellen Welt.  Hier unsere Angebote:

Schmerzpaket für säumige Zahler:
Sollte einer Ihrer Kunden rückständig werden, dann sorgen wir dafür, dass in den entsprechenden Portalen entsprechend negative Bewertungen stehen. „Ihhh, Kakerlaken im Salat, versalzen, schmeckt eklig, Gammelfleisch, viel zu teuer, etc.“. Die Wirkung setzt schnell und verheerend ein und bringt kurzfristig den erwarteten Geldeingang. Und: normale Menschen sind dagegen machtlos!

Aufbaupaket für einsichtige Kunden:
Wenn die Reaktion stimmt, bringen wir die „Bewertungslage“ wieder ins POSITIVE. Geräuschlos, schnell und professionell.

Powerpaket für Potentials:
Expandieren Sie ihre Kunden. Motivieren Sie durch „excellente Bewertungen“. Wenn der Laden läuft können Sie, mit sachtem Hinweis auf unser Schmerzpaket, sicher für höhere Margen sorgen.“

… ab hier kam dann nur noch der Hinweis auf einen Frühbucherrabatt.

Ich hoffe sehr, dass dies ein Traum war. Aber: Ich las von Steve Rattner. Dieser Top-Banker hat seinen Job und seinen Ruf verloren, weil ihn ein Rivale erbarmungslos im Netz geoutet und erniedrigt hat. Ich las von verschiedenen Bewertungsportalen, die schlechte Bewertungen gegen Geld nach unten verschieben, etc.. Ich sehe Plattformen auf denen man Nachbarn (und alle anderen Menschen) bewerten und verunglimpfen kann. Es erinnert ein wenig an den Wilden Westen.

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